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Neun Pisten mit einer Gesamtlänge von 4400 Metern bietet das Skigebiet am Ravensberg in Bad Sachsa. Daniel Marx-Gröger und Ilir Duro ist es zu verdanken, dass es an dem 659 Meter hohen Berg im Südharz weiterhin die Möglichkeit zum Skifahren gibt – sofern der Winter mitspielt.

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Bei Neuschnee ist die Nacht um drei Uhr vorbei. Vier Stunden ist Daniel Marx-Gröger dann im Skigebiet am Ravensberg unterwegs, um alle neun Pisten zu präparieren. Mit dem Auto geht es zum Berg, dann in die Pistenraupe. „Wenn es kräftig geschneit hat, muss ich dann noch den Schnee vor den Schuppentoren wegschaufeln, um überhaupt zur Raupe zu kommen.“

Wie sieht es aktuell aus am Ravensberg? – Webcam der Stadt Bad Sachsa

Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt der 43-Jährige zusammen mit Ilir Duro das Skizentrum Ravensberg bei Bad Sachsa. Eigentlich ist er Bauunternehmer und sein Mitstreiter Gastronom. Er konnte nicht zusehen, wie das Gebiet am Steilhang des 659 Meter hohen Berges am Südrand des Harzes in den Dornröschenschlaf fällt. Die Stadt hatte dem vorherigen Pächter gekündigt. „Dann hat mich der Bürgermeister überredet, es nochmal zu machen.“ Vor einigen Jahren hatte er es schon einmal gemacht, sich dann aber wegen Unstimmigkeiten mit seinem damaligen Mitstreiter zurückgezogen.

Sechs Jahre später, neuer Partner, neuer Anlauf: Nach der Gründung der Marx und Duro GbR im Oktober 2016 begannen sie sofort damit, das Gebiet für die Saison vorzubereiten. Eigentlich waren sie zu spät dran. „Der Hang war nicht gemäht und die Pistenraupe in einem desolaten Zustand“, erinnert sich Marx-Gröger. Trotzdem konnten sie im Januar mit dem ersten Schnee im Harz auch die Saison eröffnen. Von Mitte Januar bis Mitte Februar 2017 lief der Ski-Betrieb. An den besten Tagen tummelten sich fast 350 Ski- und Snowboardfahrer auf den meist einige hundert Meter langen Abfahrten. Neben flachen, leichten Pisten bietet das Gebiet am Steilhang auch zwei schwarze, also schwerere Abfahrten. Der Winter meinte es gut mit ihnen. „Wir waren zufrieden“, sagt Marx-Gröger, „und auch nah dran an der schwarzen Null.“

Unter den Skifahrern sind neben den Wochenendbesuchern aus den Ballungsräumen von Hannover bis Braunschweig auch viele Urlauber, die einige Tage in Bad Sachsa verbringen. Das Fünf-Sterne-Hotel „Romantischer Winkel“ wirbt auf seiner Internetseite mit dem alpinen Angebot und bietet seinen Gästen sogar einen eigenen Shuttle-Bus zum drei Kilometer entfernten Skigebiet. Regelmäßig organisieren die zwei für das Hotel gesellige Abende, in der Almhütte am Rand der Piste. Der touristische Aufschwung des gesamten Harzes hat auch Bad Sachsa erfasst. „Die Hotels sind froh, dass wir das machen“, ist sich der 43-Jährige sicher. Auch wenn es nur wenige Wochen im Jahr sind, in denen Skilauf am Ravensberg möglich ist, will niemand das Angebot missen. Immerhin blickt Bad Sachsa auf eine lange Wintersporttradition zurück. So fanden schon 1914 die Deutschen Rodelmeisterschaften am Ravensberg statt. 1962 wurde der erste Skilift gebaut, 1968 kamen zwei weitere hinzu. Viel Geld wurde seitdem nicht mehr investiert.

„Es darf nichts kaputt gehen.“ Eine größere Investition würde sich für die Betreiber nicht lohnen, die beide allein in die Vorbereitungen im Sommer viele Tage und Stunden investiert haben. So hat Daniel Marx-Gröger eine mehrtägige Schulung beim Hersteller der Pistenraupe besucht. Zusammen mit einem befreundeten Kfz-Mechaniker kann der gelernte Zimmermann nun viele Probleme an dem Fahrzeug  selbst beheben. „Ohne solche Freunde würde man das hier gar nicht schaffen“. So habe er bei einem Lift auch das Getriebe wechseln können. Beim Betrieb der Lifte können sich die Zwei auf ein eingespieltes Team von neun Rentnern verlassen. „Die sind mit vollem Einsatz dabei“, freut sich Marx-Gröger.

Trotz des kräftigen Schneefalls im Dezember konnten die Lifte bis Mitte Januar noch nicht öffnen. Noch sind beide für diese Saison zuversichtlich – es gab allerdings auch schon Jahre, in denen kein Ski-Betrieb möglich war.

Weitere Informationen zum Skizentrum Ravensberg mit den aktuellen Schneehöhen finden sich auf der Seite der Stadt Bad Sachsa.

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