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Christian Bebek, IHK Hannover, kommentiert:

[/vc_column_text][vc_column_text]Industrie 4.0 richtig schreiben kann inzwischen jeder, Industrie 4.0 machen, da sieht es schon anders aus“, so Andreas Sennheiser bei der Eröffnung des Praxisforums Industrie 4.0 der IHK und verschiedener Partner im August. Das zustimmende Raunen der rund 150 Unternehmensvertreter im Publikum bekräftigte seine Aussage. Die Zeit der Theorievorträge ist vorbei, jetzt geht es um praktische Anwendungen: keine technischen Spielereien, alltagstauglich müssen sie sein und am Ende positive Ergebnisbeiträge bringen. Die Erfinder des Begriffs „Industrie 4.0“ haben sich bewusst nicht auf eine enge Definition festgelegt. Zu groß erschien ihnen die Gefahr, dass sich einzelne Unternehmen oder gar ganze Branchen schnell als „nicht betroffen“ deklarieren, wenn man das Feld zu eng zieht. Gewollt war ein breit angelegter gesellschaftlicher Diskurs über die Möglichkeiten neuer Technologien und insbesondere der Digitalisierung. Mann kann heute sagen, dass dies prächtig gelungen ist: Niemand fühlt sich in seiner Nische mehr ganz sicher.

Die Unternehmen sind aufnahmebereit, und die Spannweite der Themen beim Praxisforum reichte von der Frage, wie man auch einer jahrzehntealten Maschine Daten abringen kann, bis zu neuen bionischen Konstruktionen, die durch additive Fertigungsverfahren überhaupt erst möglich werden. Gern nutzen die Unternehmen das Forum als Plattform, um ihre Erfahrungen zu teilen. Auch Gastgeber Sennheiser zeigte, wie Fortschritte auf dem Weg zur digitalen Fabrik erzielt werden. Es tut richtig gut, wenn Technik so unter positivem Vorzeichen diskutiert wird. Eine Botschaft für die Unternehmen scheint dabei zentral: Nicht auf die erstbeste Idee anspringen, sondern zunächst besonnen alle wesentlichen Prozesse im Unternehmen auf den Prüfstand stellen und auch den Blick auf Kunden und Wettbewerb nicht vergessen. Dann entschlossen dort ansetzen, wo die größten Effizienzgewinne und Wettbewerbsvorteile zu erwarten sind. Gerade für kleinere und konventionelle Unternehmen bleibt die Geschwindigkeit des technologischen Wandels und die Vielfalt der Möglichkeiten eine große Herausforderung. Mit dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 wurde in den letzten zwei Jahren gerade für diese Unternehmen eine leistungsfähige Beratungs- und Qualifizierungsinfrastruktur geschaffen – Kompetenzzentrum und IHK arbeiten Hand in Hand. Hier muss es jetzt mit voller Kraft weiter vorangehen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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