[vc_row][vc_column][vc_single_image image=“4700″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“ onclick=“img_link_large“ img_link_target=“_blank“][vc_column_text]Man kann derzeit zur allzu leicht Angst haben. Über dem vergangenen Jahr stand noch in großen Buchstaben: Unsicherheit. Inzwischen sind viele Befürchtungen wahr geworden. Beschränken wir uns auf die Wirtschaft: Die beiden größten Volkswirtschaften bekämpfen sich mit Zöllen. Es droht ein ungeordneter Brexit. Immerhin scheint der Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko kein Thema mehr zu sein. Dafür knirscht es gerade an der kanadischen Grenze. Iran – lauter Fragezeichen.

Und die Digitalisierung: Einerseits die Frage, ob wir schnell genug sind in einer immer schneller drehenden Welt. „Schaut man sich die Hightech-Strategie der Bundesregierung an, kann einem nur angst und bange werden“, kommentierte das Handelsblatt. Andererseits die Frage, ob die Veränderungen vielen schon viel zu schnell gehen. Wieder das Handelsblatt: „Entstanden ist bei vielen das Gefühl, das eigene Leben zu wenig gestalten zu können, und die Angst, den sozialen Status zu verlieren.“ Leicht kann man damit erklären, warum der Staat gerade als hoch attraktiver Arbeitgeber gesehen wird. Oder warum die Zahl der Unternehmensgründungen allenfalls auf niedrigem Niveau verharrt. Bangen und zagen, zaudern und zweifeln – ist es das derzeit?

Und auch, wenn man den Bereich der Wirtschaft verlässt, scheinen allerorts bislang festgefügte Gewissheiten ins Wanken zu geraten. „Hier herrscht Angst, blanke Angst“ – so ließ die FAZ Ende August einen Buchhändler aus Chemnitz zu Wort kommen. Das ist nicht mehr die allzu gerne bespöttelte German Angst, die immer eine so zuverlässige Antriebskraft war. Das geht tiefer. Und nun? Gilt es, dem ins Auge zu sehen. Genau wie einem Tiger. Mut gibt es nur da, wo Angst ist. Sonst bräuchte man ihn nicht.

Aber gehören nicht Unternehmer per se zu den Mutigen? Vielleicht ist das die Sicht von Außen. Vielleicht sehen viele Unternehmer sich selbst nicht als mutig, sondern als kühl abwägende Entscheider. Wozu braucht man Mut, wenn man rechnen kann? Da ist was dran: Schließlich hängt viel an diesen Entscheidungen. Nicht überdrehen, Übermut schadet nur. Und Hochmut kommt vor dem Fall.

Aber Kleinmut bringt‘s auch nicht. Einen Prüfstein für jede Entscheidung, die Mut erfordert, empfiehlt eindringlich Facebook-Managerin Sheryl Sandberg, eine der profiliertesten Unternehmerinnen überhaupt, mit der einfachen Frage: „Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?“

Tatsächlich können und wollen wir hier und jetzt nicht Richtungen vorgeben, nicht sagen, was zu tun oder zu lassen ist. Das muss jeder für sich allein entscheiden. Wir können nur von Seite zu Seite immer und immer daran erinnen, Mut zu haben, und wie unterschiedlich er auftreten kann. Und dann muss jeder für sich selbst entscheiden: Mut ist eine höchstpersönliche Sache. Und ihn dann finden, den Mut.
Oder auch nicht.[/vc_column_text][vc_column_text]Lesen Sie mehr zum Thema Mut:

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