Die Zukunft der hannoverschen Innenstadt soll bis Mitte nächsten Jahres mit allen Beteiligten diskutiert werden. Der Dialog wurde jetzt von der Stadtspitze angestoßen. Die IHK ist dabei.

 

Corona hat die Zukunft der Innenstädte weit nach oben auf die Tagesordnung gesetzt. Die Krise wirkt wie ein Brandbeschleuniger: So schätzt nicht nur Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay die Lage ein. Das Virus drängt Kunden noch stärker ins Netz. Konjunktureinbruch und Unsicherheit lassen die Konsumneigung schrumpfen. Leert Homeoffice Immobilien? Deshalb will Onay einen breit angelegten Dialog über die Zukunft der hannoverschen City: Anfang September stellte er seine Pläne vor – und Unterstützung dafür kam von IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeld: „Unser gemeinsames Ziel für Hannover kann nur eine multifunktionale lebendige Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität und einem attraktiven Mix aus Handel, Wohnen und Freizeitangeboten sein.“ Die IHK werde sich konstruktiv einbringen, so Bielfeldt weiter: „Handel ist Lebensqualität und daher steht für die Zukunft von Hannover mit seiner besonderen Zentralität im Wirtschaftsraum die Sicherung der Erreichbarkeit über alle Verkehrsträger für uns weit oben auf der Agenda.“

Innenstadt-Dialog mit einer Fülle von Themen

Auch sonst die Innenstadt-Agenda prall gefüllt. Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette will in den kommenden zwölf Monaten in Hannover den Dialog mit den Vertretern der Wirtschaft fortsetzen, sucht aber den Kontakt zu allen Gruppen in der Innenstadt: Um zum Beispiel mit Obdachlosen überhaupt ins Gespräch zu kommen, um „Nutzungskonflikte“ zu lösen, müsse man möglicherweise ganz neue Wege gehen. Auch die Klimaerwärmung hat sie im Blick, die sich in einer Innenstadt wie der Hannovers stärker bemerkbar mache als im Umland. Geplant ist ein umfassendes Beteiligungsverfahren, für das Tegtmeyer-Dette zuständig ist.

Nicht nur in Hannover laufen die Themen Zukunft des Handels und Perspektive für die Innenstädte heißt: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag gerade erst Fakten und Argumente zur Digitalisierung des Handels zusammengetragen. „Stadt am Wendepunkt“, so überschrieb die Frankfurter Allgemeine Anfang September einen Leitartikel. Und, um nur die jüngsten Äußerungen zu nennen, die grüne Bundestagsfraktion überlegte laut, den Online-Handel zugunsten des stationären einzugrenzen. Aber auch das: Die für den ersten September-Sonntag geplante Verkaufsöffnung in Hildesheim wurde gerichtlich unterbunden. Und in Oldenburg erwischte es gleich alle drei in diesem jahr noch geplanten verkaufsoffenen Sonntage.

 

 

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Klaus Pohlmann

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