Hannover. Auch die Privatbrauerei Herrenhausen leidet unter den Corona-Auswirkungen auf Gastronomie und Veranstaltungen. Das allerdings aus Sicht von Geschäftsführer Christian Schulz-Hausbrandt weniger als andere Regionalbrauereien: „Gastronomie und Veranstaltungen machen bei uns weniger als 20 Prozent des Volumens aus.“ Bei vergleichbaren regional tätigen Brauereien liege dieser Anteil in der Regel bei mehr als einen Drittel. Im Lebensmittel- und Getränkehandel habe Herrenhausen sogar etwas zulegen und damit einen Teil der Verluste auffangen können. Aber: „Die Menschen gehen seltener zum Einkaufen und bringen folglich auch seltener ihr Leergut zurück.“ Das führt in der Brauerei zu einem Engpass: Man brauche aktuell Leergut, so Schulz-Hausbrandt. Das Jahr 2019 habe mit einem Gesamtvolumen von 133.000 Hektolitern die Erwartungen erfüllt. Eine Prognose für dieses Jahr sei jedoch noch nicht möglich. Im Frühjahr investierte die Privatbauerei rund 1 Mio. Euro. Der Löwenanteil floss in eine neue Etikettiermaschine. Für rund 250.000 Euro kaufte das Unternehmen neue Kästen und Flaschen – die jetzt dringend benötigt werden.

Herrenhäuser investierte in eine neue Etikettiermaschine – und sucht jetzt Leergut.

 

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