Die MIP Technology GmbH, Hannover, hat den Hermes Startup Award 2022 gewonnen, und zwar für ihre magnetische Identifikationslösung als Alternative zu optisch lesbaren Codes und RFID-Tags. Die Abkürzung MIP steht dabei für magnetische Informations-Plattform; sie basiert auf der Datenspeichertechnik von Festplattenspeichern. Am jeweiligen Produkt wird der ID-Tag zur Identifizierung unter einer nicht-magnetischen Deckschicht angebracht und aufgeschweißt, einvulkanisiert oder eingespritzt. Insbesondere die Robustheit der Datenträger im Hinblick auf Temperatur und chemische Beständigkeit ist ein großer Vorteil in der industriellen Anwendung, da Produktionsmittel automatisch identifiziert und erfasst werden können. Darüber hinaus bietet das Produkt einen zuverlässigen Plagiatsschutz. „Durch die hohe Zuverlässigkeit der Kennzeichnung können Kreislaufprozesse von Bauteilen, deren Oberflächen stark belastet wurden, in zahlreichen Branchen gewinnbringend angewendet werden“, heißt es in der Begründung des Jury-Vorsitzenden Professor Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. MIP Technology entstand als Ausgründung aus einem Sonderforschungsbereich der Leibniz-Uni. Übergeben wurde der Preis, ein Ableger des Innovationspreises Hermes Award der Hannover Messe, von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger.

 

 

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