Göttingen. Das Medizintechnik-Unternehmen nal von minden aus Moers hat in Göttingen 6 Mio. Euro in eine neue Produktionsanlage für medizinische und toxikologische Schnelltests investiert. Sie wurde Ende Juni in Betrieb genommen. Vorrangiges Ziel: Unabhängigkeit von Zulieferern aus dem Ausland und damit von logistischen Herausforderungen und politischen Unsicherheiten.

Grafik: Die neue Anlage.

Nal von Minden verweist auf die Versorgungsprobleme während der Pandemie. Um künftig Lieferschwierigkeiten zu vermeiden, hole man Produktion zu großen Teilen zurück nach Deutschland. Dr. Dimitros Theodoridis, Standortleiter der nal von minden GmbH in Göttingen: „Bis zwei Millionen Schnelltests sollen mit der neuen Produktionsanlage pro Monat hergestellt werden.“ Die Anlage vom Typ Ceres POC kommt vom Spezialmaschinenbauer MA micro automation aus dem baden-württembergischen St. Leon-Rot. Sie bestückt und montiert zwei Dip-Stick-Formate oder fünf verschiedene Kassettentypen mit bis zu drei Teststreifen – in nur 750 Millisekunden pro Stück.

 

Die nal von minden GmbH ist seit nunmehr 40 Jahren auf das Gebiet der Drogenanalytik sowie der medizinischen Diagnostik spezialisiert. Das Portfolio umfasst Schnelltests und Labortests für verlässliche Diagnosen innerhalb der Bakteriologie, Kardiologie, Gynäkologie, Infektionskrankheiten, Urologie und Toxikologie. Die Unternehmen GmbH hat insgesamt rund 230 Mitarbeiter an acht europäischen Standorten.

 

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