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Anreize für schnellere Bauarbeiten

Die Sanierung der Bundesstraße direkt vor seinem Laden liegt schon einige Jahre zurück, aber Dirk Jordan, Geschäftsführer der Gustav Schumacher GmbH & Co. KG aus Loccum, kann sich noch gut an die Zeit erinnern. „Die Umsätze sind uns damals deutlich eingebrochen.“ Umwege, Baustellenampeln und die Unklarheit, ob und wie das Geschäft überhaupt zu erreichen ist, schreckten die Kunden ab, sagt der Unternehmer, der in dem 3000-Einwohner-Ort im Landkreis Nienburg neben dem Geschäft für Bürobedarf und –einrichtung ein Schreibwarengeschäft mit Buchhandlung führt. „Etwa 30 Prozent unseres Bücherumsatzes hat uns das gekostet. Und das holt man auch nicht wieder rein.“ Wenn sich der Kunde einmal anders orientiert habe oder ins Internet abgewandert sei, bleibe das auch so. Eine Vollsperrung entwickle sich für Händler so schnell zu einem echten Super-GAU. „Es ist immer besser, wenn eine Straße mit Ampeln zumindest halbseitig befahrbar bleibt“, findet Jordan. In den letzten Jahren wurde die Bundesstraße 441, die von Hannover in nordwestliche Richtung verläuft, rings um Rehburg-Loccum in mehreren Abschnitten erneuert. Noch bis September wird zwischen Münchehagen und Bad Rehburg gearbeitet, was auch wieder zu Sperrungen führte. Jordan, der auch Vorsitzender des örtlichen Handwerker- und Gewerbevereins ist, hat Verständnis dafür, dass die kaputten Straßen in der Region saniert werden müssen. Allerdings wünscht er sich, dass alles unternommen wird, um die Belastungen so gering wie möglich zu halten. „Gerade bei Arbeiten an Bundesstraßen wird man nicht miteinbezogen und meist vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisiert der Unternehmer. Er hat den Eindruck, dass manche Arbeiten auch schneller gehen könnten. „Wieso schafft man nicht auch in Deutschland Anreize für die Baufirmen, Projekte schneller abzuschließen – ein System das in den Niederlanden gut funktioniert?“, fragt sich Jordan. Dann müssten auch die Gewerbetreibenden nicht unnötig lange unter einer Sperrung oder Baustelle leiden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Dirk Jordan, Geschäftsführer des Loccumer Bürohandels Schumacher, möchte Straßensanierungen beschleunigen – etwa durch Anreize. Foto: privat[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“6377″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_rounded“ onclick=“img_link_large“ img_link_target=“_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator][vc_column_text]

Mehr Maut, aber diese Straßen

Wo fließt eigentlich das ganze Geld hin, dass durch die Maut eingenommen wird, fragt sich Dorothee Reinkemeyer angesichts des Zustands mancher Straßen. Von ihren Fahrern, die mit einem Lkw in einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern den Gartenfachhandel mit hochwertigen Erden und Rindenmulchen beliefern, nimmt die Geschäftsführerin der Die Torffrau Ingrid Reinkemeyer GmbH regelmäßig die Klagen entgegen. Ihre Fahrer hätten Tränen in den Augen, wenn sie etwa an die B 65 in Ditterke (einem Ortsteil von Gehrden kurz vor Hannover) denken, wo sie aufgrund der kaputten Straße auf einem Stück nur noch mit 10 Stundenkilometer entlang fahren könnten. „Gerade, wenn wir nach Hannover fahren, nehmen wir auch immer häufiger wahr, dass Baustellen gleichzeitig eingerichtet werden, was dann schnell für große Probleme sorgt“, berichtet Reinkemeyer, die auch die Ausweitung der Mauterhebung auf alle Bundesstraßen kritisch sieht. „Das hat bei uns zu erheblichen Mehrkosten geführt.“ Anstatt nur die Wirtschaft stärker zu belasten, hielte die Unternehmerin es für gerechter, wenn dann auch Autofahrer ihren Beitrag leisten müssten. „Wenn schon so viel mehr Maut gezahlt wird, dann muss man aber auch sehen, dass sich der Zustand der Straßen bessert“, sagt Reinkemeyer, deren Mutter Ingrid das Unternehmen 1974 gründete. Schon früh stellte sie auf torffreie Produkte aus Eichen- und Kiefernrinde um. „Den Markennamen ‚Die Torffrau‘ haben wir aber ganz bewusst behalten.“[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Dorothee Reinkemeyer hat nicht den Eindruck, dass die Mautmehreinnahmen auf Niedersachsens Straßen ankommen. Foto: privat[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“6376″ img_size=“large“ alignment=“center“ onclick=“img_link_large“ img_link_target=“_blank“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Lesen Sie hier mehr zu unserem Titelthema:

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