Die ersten sechs Monate dieses Jahres brachten der Nord/LB schwarze Zahlen – aber das endet nicht an der roten Prognose für das Gesamtjahr: Der Aufwand für die Restrukturierung der Bank wird sich auswirken. [vc_row][vc_column][vc_column_text]

Schwarze Zahlen bis Ende Juni: Die Nord/LB hat im ersten Halbjahr ein Vorsteuerergebnis von 180 Mio. Euro erzielt. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 149 Mio. Euro. Die Bank hat damit das im ersten Quartal erzielte Konzernergebnis von 54 Mio. Euro weiter ausgebaut. Die Bank liegt auch besser als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, als ein Ergebnis von 54 Mio. Euro zu Buch stand.

„Mit dem Geschäftsverlauf in der ersten Jahreshälfte können wir durchaus zufrieden sein“, sagte Nord/LB-Chef Thomas Bürkle. Es sei gelungen, die Kosten weiter zu verringern damit den Prozess der schrittweisen Verschlankung der Bank fortzusetzen.

Unter dem Strich rechnet Bürkle aber für das Gesamtjahr 2019 wegen hoher Restrukturierungsaufwendungen weiterhin mit einem Minus. „Die Neuausrichtung der Nord/LB wird uns alles abverlangen und sie dürfte sich auch im kommenden Jahr dämpfend auf das Unternehmensergebnis auswirken“, sagte der Nord/LB-Vorstandschef.

Die Bilanzsumme des Nord/LB-Konzerns hat sich in der ersten Jahreshälfte 2019 weiter verringert. Zum 30. Juni lag sie bei 145,3 Mrd. Euro, knapp 9 Mrd. Euro unter der zum Jahresende 2018. Die Bank setze damit ihren Kurs der schrittweisen gezielten Verkleinerung konsequent fort. Bis zum Jahr 2024 soll die Bilanzsumme auf rund 95 Mrd. Euro sinken. Die Belegschaft soll in den kommenden fünf Jahren auf 2800 bis 3000 Vollzeitstellen sinken. Im Verlauf des ersten Halbjahres ist die Mitarbeiterzahl bereits von 5.850 auf etwa 5.600 gesunken.

Die bisherigen Träger der Nord/LB sowie die Sparkassen-Finanzgruppe haben sich im Frühjahr dieses Jahres auf umfangreiche Kapitalmaßnahmen zur Stärkung der Bank verständigt. Im Juni wurde hierzu gemeinsam mit der NORD/LB eine Grundlagenvereinbarung notariell beurkundet, die die wesentlichen Rahmenbedingungen für die vorgesehene Kapitalstärkung regelt. Über die vorgesehenen Kapitalmaßnahmen sind die Bank und ihre Träger weiterhin in einem engen Austausch mit der EU-Kommission und der Bankenaufsicht. Spätestens bis zum Jahresende sollen die geplanten Kapitalmaßnahmen umgesetzt sein und eine Kapitalquote von rund 14 Prozent erreicht werden. Die harte Kernkapitalquote lag am 30. Juni bei 6,63 Prozent, die Gesamtkapitalquote belief sich zum selben Stichtag auf 12,51 Prozent.

Nach einem Treffen mit der niedersächsischen Landesregierung wurde EU-Haushaltskommissar Günter Oettinger mit der Aussage zitiert, die EU-Kommission werde alles tun, um die Fortführung der NordLB im Interesse der norddeutschen Wirtschaft mit einem Umstrukturierungskonzept mit einer Verkleinerung der entsprechenden Sektoren zu ermöglichen. Die EU muss den Rettungsplan für die Nord/LB prüfen.

d.

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